Kann eine Wärmflasche auch schädlich sein?

Wenn die Haut durch eine Wärmflasche zu lange zu intensiv erhitzt wird, kommt es zunächst zu deutlichen Rötungen, die bei noch längerer Hitzeexposition in eine Entzündung übergehen können. Bei häufiger fehlerhafter Anwendung entwickelt sich die thermisch verursachte Hauterkrankung mit der Bezeichnung „Erythema ab igne“, die sich als netzartige Hautrötung bemerkbar macht. Aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet dies „Rötung vom Feuer“. Andere Bezeichnungen für diese Hautstörung sind „Buschke-Hitzemelanose“ oder „kalorische Hyperpigmentierung“.

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Im akuten Fall kann die Rötung meistens sogar weitgehend schmerzfrei über mehrere Stunden bestehen bleiben, um dann langsam von ganz allein wieder vollständig zu verschwinden. Bei sehr langer zu intensiver Wärmeeinwirkung besteht aber die Gefahr, dass Sie die Rötung ein Leben lang begleitet.

Kindern und insbesondere Säuglinge, die noch jünger als circa sechs Monate sind, sind diesbezüglich sehr empfindlich. Bereits eine untergelegte Wärmflasche mit gut 45 Grad Celsius verursacht bei ihnen nach knapp einer Stunde ganz erhebliche Verbrühungen. (Welche Wassertemperatur ist für eine Wärmflasche ideal?)

Bedenken Sie auch immer, dass eine Wärmflasche bei Entzündungen oder offenen Wunden absolut nichts zu suchen hat.

Bild von Beate auf Pixabay